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Erwachsenenbildung in internationaler Perspektive -

Ausgabe 2 - 2020


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Im Zusammenhang mit Internationalisierung und Globalisierung lassen sich vielfältige gesellschaftliche, kulturelle, ökonomische, ökologische und politische Transformationen beobachten, die tiefgreifende Einflüsse auch für das Bildungssystem haben und deren Wirkungen für die Zukunft eher noch zunehmen werden. Entsprechend bilden den Ausgangspunkt für das vorliegende Schwerpunktheft Erwachsenenbildung in internationaler Perspektive Beobachtungen wie auch Überlegungen und eigene Fragen, die im Kontext internationaler Zusammenarbeit in Forschungs- und Austauschprojekten sowie in Verbänden entstanden sind. Welche internationalen oder globalen Entwicklungen im Kontext von Erwachsenen- und Weiterbildung sind in Deutschland längst ankommen? Was ist daraus in Wissenschaft, Forschung und Praxis der Erwachsenenbildung schon aufgenommen? Werden manche internationalen und globalen Entwicklungen möglicherweise nicht wahrgenommen oder spielen tatsächlich auch gar keine Rolle, und, wieso? Genau diese Komplexität an internationalen Verwebungen der Erwachsenenbildung nimmt auch Silke Schreiber-Barsch in ihrem einordnenden Beitrag zum Ausgangspunkt: Unter dem Titel Erwachsenenbildung transnational rückt sie den Begriff der Transnationalität in den Blick, die sich als ‚mehrdimensionale (=trans) soziokulturelle Konstruktionen in globalen Ordnungen‘ in Praxis, Theorie und Forschung der Erwachsenenbildung widerspiegeln. Dazu ergänzend öffnet der Beitrag zu Community Development and Education von Christine Zeuner einen Zugang zu einem Konzept erwachsenenpädagogischen Handelns, das bei uns weitgehend marginalisiert, wenn nicht gar unbekannt ist. Das Interesse an dem Fremden spielt in der International Vergleichenden Erziehungswissenschaft seit jeher eine entscheidende Rolle. Indem vergleichende Studien nicht nur ‚cross-cultural‘ Zugänge erlauben, sondern auch (kritische) Positionierungen für den eigenen Standpunkt bieten, ist deutlich, dass sie keine ‚Einbahnstraße‘ sind, sondern zu wechselseitigen Einflussnahmen anregen, wie der Beitrag Influence of Comparative Education on Comparative Adult Education Research and Practice von Emmanuel Jean-Francois (USA) zeigt.

Aus der Perspektive der Praxis und globalen Einrichtungen wie dem UNESCO Institut für lebenslanges Lernen (UIL) geht Werner Mauch in seinem Beitrag auf Globale Trends in der Erwachsenenbildung - auf dem Weg zu ‚CONFINTEA VII (2022)‘, der siebten internationalen Konferenz der UNESCO, ein. Dass und wo es die Erwachsenenbildung als Bildungsbereich auf globaler Ebene nicht einfach hat, verdeutlich der Beitrag von Uwe Gartenschläger Politische Interessenvertretung für die Erwachsenenbildung im internationalen Kontext. Zudem bietet das Heft einen Betrag über den im vergangenen Jahr 2019 erstmalig verliehenen „Rita-Süssmuth-Preis für die internationale Volkshochschule“  von Thomas Lichtenberg.

Der Service-Teil fokussiert - anders als sonst üblich - auf ein zweites Schwerpunktthema: Erwachsenenbildung und Corona-Krise. Mit dieser Besonderheit der Ausgabe möchten die HBV ihren Leserinnen und Lesern zeitnah Einsichten ermöglichen, indem Stellungnahmen, Kommentierungen, Verfahrensweisen und erfahrungsbezogene Rekapitulationen gebündelt werden.

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